WAGO- Stiftung ehrt die 13 besten Auszubildenden

Förderpreise für Absolventen mit ausgezeichnetem Prüfungsergebnis bei den Abschlussprüfungen der IHK. Bei der Auszeichnungsveranstaltung für Nordthüringen waren auch die Nordthüringer Online-Zeitungen dabei...

Dreizehn ehemalige Auszubildende aus dem Kyffhäuser-Kreis und dem Landkreis Nordhausen erreichten bei der diesjährigen Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer beziehungsweise der Handwerkskammer ein Prüfungsergebnis von 2,0 oder besser und wurden für diese ausgezeichnete Leistung von der WAGO- Stiftung geehrt.

Sie durften heute im feierlichen Ambiente des Achteckhauses von Schloss Sondershausen ihre Preise entgegen nehmen. Leider konnte einer der Ausgezeichneten heute nicht dabei sein.

Zahlreiche Eltern, Geschäftsführer und Ausbilder der beteiligten Firmen nahmen an der feierlichen Auszeichnungsveranstaltung teil. Unter den Gästen auch CDU Bundestagsmitglied Johannes Selle, Sondershausens Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) und seine erste Beigeordnete Cornelia Kraffzick (SPD).

Schon seit 1998 vergibt die WAGO- Stiftung Förderpreise für besonders erfolgreiche Ausbildungsabschlüsse. Ziele der vom Unternehmer Wolfgang Hohorst gegründeten Stiftung sind die Würdigung sehr guter Leistungen, die Unterstützung beim Start ins Berufsleben und die Förderung des dualen Ausbildungssystems. Den mit Geldbeträgen von bis zu 1.000 Euro dotierten Förderpreis erhalten die jeweils drei Jahrgangsbesten in ihren Ausbildungsberufen.

Moderator des Abends Jens Herrmann hatte das Bild einer Hummel dabei und meinte, eigentlich dürfte sie nicht fliegen können, aber mit viel Leistung schafft sie es doch, wie bei unseren Ausgezeichneten des Abends. Rund 600 Auszubildende aus über 110 verschiedenen Unternehmen konnten sich bisher über ein Gesamtfördervolumen von rund 430.000 Euro freuen. Zu den Preisträgern zählen zum Beispiel ausgelernte Maschinen- und Anlagenführer, Elektroniker für Betriebstechnik, Elektroniker für Geräte und Systeme, Industriekaufleute, Industriemechaniker,Konstruktionsmechaniker, Mechatroniker, Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik, Werkzeugmechaniker und Zerspanungsmechaniker. Insgesamt werden 14 verschiedene Ausbildungsberufe von der WAGO-Stiftung (einschließlich Minden) prämiert.

Die Landrätin des Kyffhäuserkreises, Antje Hochwind (SPD), gratulierte den Preisträgern zu ihren hervorragenden Leistungen und hob die Bedeutung von qualifiziertem Nachwuchs hervor. ,,Die Unternehmen, die ständig etwas ,unternehmen‘ müssen, um am Ball zu bleiben, brauchen qualifizierte Leistungsträger wie Sie, die sich neuen Entwicklungen stellen und neues Wissen und Technologien in die Betriebe hineintragen. Sie nehmen damit eine Vorbildfunktion war. Ich möchte Sie ermutigen, Ihre Ziele weiter zu verfolgen und sie nicht aus den Augen zu verlieren. Sie haben mit ihren sehr guten und guten Prüfungsergebnissen bewiesen, dass Sie über genügend Motivation und Leistungsbereitschaft verfügen.“

Personalförderung in den Unternehmen rückt immer mehr in den Schwerpunkt der Unternehmen, so Hochwind weiter. Wieder haben gute Ausbildungsplätze in der Region und die Chance ist groß, hier eingestellt zu werden. Mit Zufriedenheit konnte sie feststellen, dass die Arbeitslosenquote im Kyffhäuserkreis unter 10 Prozent gesunken ist.

Oliver Wönnmann, Geschäftsführer der FEUER powertrain GmbH & Co. KG und Vorstandsvorsitzender des Firmenausbildungsverbunds Nordthüringen stellte seine Rede unter den Leitsatz ,,Leistung lohnt sich“: ,,Es macht Mut zu sehen, dass junge Menschen einen Anspruch an ihre eigene Ausbildung stellen, mit Einsatz und Engagement die Ausbildung durchlaufen und final mit einer erfolgreichen Ausbildung abschließen."

In manchem kleinen Ding steckt viel Großes, so Wönnmann, mit Blick auf eine WAGO- Klemme in der Hand. Darüber hinaus forderte er die Unternehmen auf, den Mut zu haben, selbst auszubilden und Wert auf eine gute Ausbildung zu legen: ,,Um junge Menschen zu motivieren, eine überdurchschnittliche Ausbildung zu absolvieren, müssen wir uns als Unternehmer immer die Frage stellen, wie können wir als Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb für junge Menschen attraktiv sein." Er dankte, wie schon zuvor Hochwind, dass die WAGO- Stiftung den Nachwuchs mit diesen Auszeichnungen fördert.

Thomas Pfahlbusch von der IHK Erfurt mahnt an, das duale System der Ausbildung nicht zu vernachlässigen. Dieses System kämpft in Deutschland um Akzeptanz, sei aber der Königsweg der Berufsausbildung, so Pfahlbusch weiter.

Industriekaufmann Stefen Sebert (aus Görsbach) von den Stadtwerken Sondershausen bedankte sich stellvertretend für alle Preisträger mit den Worten von Adolph Freiherr von Knigge; ,,Keine Wohltat ist größer als die des Unterrichtes und der Bildung. Wer jemals etwas dazu beigetragen hat, uns zu weiseren, besseren und glücklicheren Menschen zu machen, der müsste unseres wärmsten Dankes lebenslang gewiss sein können“ und fügte hinzu: ,,Besser kann man es eigentlich nicht ausdrücken. In diesem Sinne möchte ich mich stellvertretend für alle hier anwesenden ehemaligen Auszubildenden bei all denjenigen bedanken, die uns auf unserem Weg während der Ausbildung begleitet haben.“

Aus gezeichnet wurde Marcel Kranhold (Sondershausen), Stefan Sebert (Görsbach), Alexander Braun (Leinefelde), Anna Hub Urbach, Anthony Ullrich (Sondershausen), Marc Stefan Schwarz (Fernwald), Andre Milde (Schönewerda), Patrick Kiel (Lipprechterode), Benjamin Richter (Sondershausen), Kevin Lutze (Hasselfelde), Martin Kirchner (Sondershausen), Tony Uwe Seiler (Artern) und Jan Bischoff (Großenehrich). Eine Übersicht über die Ausbildungsbetriebe und die Ausbildungsberufe gibt es in der pdf-Datei:
Die Ausgezeichneten

Die musikalische Umrahmung über nahm die Musikschule Notenland mit Alexandra Heubel (Klavier), Danika Zapp Gitarre, und Colleen Verges (Querflöte).
Die Leiterin der Musikschule, Patricia König-Verges konnte sich über eine Spende in Höhe von 1.000 Euro an die Musikschule freuen.

Über die WAGO Stiftung:
Die im Jahr 1998 vom langjährigen Geschäftsführer der WAGO Kontakttechnik GmbH & Co. KG, Wolfgang Hohorst, ins Leben gerufene WAGO- Stiftung wirbt für die praxisnahe duale Ausbildung und hat sich zudem die Unterstützung junger Menschen beim Start ins Berufsleben zum Ziel gesetzt. Der mit Geldbeträgen von bis zu jeweils 1.000 Euro dotierte Förderpreis wird im Kreis Minden-Lübbecke, dem Sitz des WAGO-Produktions- und Verwaltungsstandortes Minden, im Kyffhäuserkreis, der Heimat des WAGO -Produktionsstandortes im thüringischen Sondershausen, sowie im Landkreis Nordhausen vergeben. Allein im Jahr 2014 haben die Förderpreise der Stiftung ein Gesamtvolumen von über 35. 000 Euro.

Quelle:nnz-online.de