Nach drei Bränden investierte Feuer Powertrain in eine neue Meldeanlage

Nordhausen. Das Nordhäuser Kurbelwellenwerk steht wegen seines stetigen Wachstumskurses oft mit positiven Schlagzeilen in unserer Zeitung.
Doch dieses Wachstum bringt mitunter auch Probleme mit sich.

So hat es seit Ende vergangenen Jahres schon dreimal in den Produktionshallen von Feuer Powertrain gebrannt. 
Archiv-Foto: Kristin Müller

 So hat es seit Ende vergangenen Jahres schon dreimal in den Produktionshallen von Feuer Powertrain gebrannt - zum Glück immer mit glimpflichem Ausgang und ohne verletzte Mitarbeiter.

"Bei der Menge an Maschinen, die in unseren fünf Werken sieben Tage rund um die Uhr laufen, kann es leicht zu Bränden kommen", erläutert Power­train-Geschäftsführer Oliver Wönnmann.

Denn es mache schon einen Unterschied, ob wie vor acht Jahren 50 Maschinen Kurbelwellen produzieren oder wie heute 300 Maschinen in fünf Werken im Dauereinsatz sind.
Die Geschäftsführung ist sich des Problems bewusst und hat daraus ihre Lehren gezogen. Zum einen wurde ein neues Brandschutzkonzept erarbeitet und die Brandmeldeanlage modernisiert.

"Die Feuerwehr weiß jetzt ganz genau, in welchem Werk ein Brand ausgebrochen ist und muss nicht erst auf unserem weitläufigen Betriebsgelände den Brandherd suchen", verdeutlicht Wönnmann.
Parallel dazu hat Powertrain die Ausbildung zum Brandschutzhelfer intensiviert. "Wir haben am 18. Juni und am 2. Juli in zwei Kursen insgesamt 24 Mitarbeiter zum Brandschutzhelfer geschult", berichtet der Geschäftsführer des mit über 500 Mitarbeitern zweitgrößten Industrieunternehmens der Rolandstadt.

Wichtig war Wönnmann, dass aus jedem Bereich der Firma Mitarbeiter mitgemacht haben. "Auch die Verwaltung hat mitgezogen, ich stehe zum Beispiel selbst auf der Liste", so der Geschäftsführer.
Je drei Stunden Theorie und Praxis standen auf dem Ausbildungsprogramm. "Wir haben das Löschen der Brände mit der Branddecke und Feuerlöschern geübt.

Das hat richtig Spaß gemacht", sagte Wönnmann. Und der Praxistest kam schneller als erwartet. Am 20. August hatte sich an einer Maschine in Werk 5 ein Schlauch gelöst.
Durch die Dampfentwicklung wurde die Brandmeldeanlage ausgelöst. "Unsere Mitarbeiter hatten die Situation schnell unter Kontrolle, indem sie einen modernen CO2-Löscher einsetzten", so der Geschäftsführer. Die Feuerwehr musste nicht mehr eingreifen. "Wir müssen immer für den schlimmsten Fall gerüstet sein. Das haben wir beim jüngsten Brand unter Beweis gestellt", freute sich Wönnmann über eine Investition an der richtigen Stelle. "Geld darf keine Rolle spielen, wenn es um die Sicherheit der Mitarbeiter geht."

Das Kurbelwellenwerk hat seit vergangenem Jahr etwa 35.000 Euro in das neue Brandschutzkonzept investiert.
Hans-Peter Blum / 28.08.14 / TA